Zum Start

Dass ausgerechnet ein namensträchtiger Altmeister in Sachen Psy&Psy das atelierPsy&Psy am 23. Juni offiziell eröffnete, ehrte alle Anwesenden und setzte Maßstäbe für künftige ateliers! So soll´s sein, das atelierPsy&Psy ist aus der Taufe gehoben und ist nun Programm, übrigens gern´ zum Nachahmen (s. >Konzept<, demnächst auf dieser Homepage).

 

Nach dem Durchschneiden des Eröffnungsbandes durch Rudolf Bleuler mit Elke Roth (s. Skizze von Peter Leisinger) folgte eine kurze theoretische Einführung zum Thema Generalisierte Angststörung (GAD) durch S. Pfaundler (s. Handout).

 

Dann kam ein eindrückliches Beispiel einer intensiven dynamischen Kurzpsychotherapie anhand einer Erstsitzung bei Dr. Rudolf Bleuler. Diese audiovisuelle Demonstration ließ die Teilnehmenden nicht unberührt und löste kontroverse Reaktionen (teilweise auch im Innersten der Betrachter) aus. Wenn der Therapeut so dicht am Auftrag des Patienten bleibt und dessen Willen respektiert und unbeirrt vorbei an „Schutzschildern“ von Angst und Abwehren vordringt ins tiefe Seeleninnerste, dann scheinen sehr intensive Veränderungen beim Betroffenen möglich zu werden.

Jedenfalls Diskussionsstoff und eine Fülle von Anregungen im Rahmen der Auseinandersetzung, was Psychotherapie praktisch bedeuten kann.



Zum Zweiten

Das zweite atelierPsy&Psy in Trübbach, dieses Mal an einem stürmischen Freitag (19. September) Frühabend. Und sie war da, Frau Dr. Monika RELLER, in Begleitung ihres Ehemannes Hans (der auch lange wie sie als Psy&Psy in der gemeinsamen Praxis gewirkt hatte).

Sie zeigte uns eine ungeschnittene DVD-Aufzeichnung mit etwa der 7. und 13. Sitzung und kommentierte die Essenz dieser aktuellen Therapie.

Die Sprache des Unbewussten äussert sich über Bilder

und Körperzeichen (Körpersprache)

im Gegensatz zu rationellen intellektuellen Inhalten des Bewussten. Letzteres ist so häufig mit dem verknüpft, was getan und gemacht und sein sollte, erwartet würde, geschehen müsste. Vorstellungen und Werkzeuge aus den Folterkammern des „Überich“. Nur nicht aus dem gesunden Urgrund der ursprünglich unschuldigen, vertrauenden und liebesfähigen Seele. Da war eventuell schon früh einiges schief gelaufen.

 

Und wie direkt, offen auch mit sich, sie sich in die Beziehung im Hier und Jetzt einlässt, schonungslos gegenüber allen Ablenkungs- und Bremsmanövern, solange es die Angst des Patienten zulässt. Mit dem Angebt dort hinzusehen, gemeinsam, wo’s schmerzt, Angst macht, Ohnmacht herrscht(e). Und an Hand von dieser unmittelbaren Begegnung dockt sie an die tiefen Beziehungsmuster an. Denn

seelisches Wachstum ist ein Job für zwei, das ist ein Miteinander“,            das vor allem durch Beziehung entsteht! Warum dann nicht gleich hier und jetzt?

Und, wenn etwas nicht möglich war in den Anfängen der Beziehungsge-staltung damals in der Dyade zwischen Mutter und Kind, dann hat’s keinen Sinn dem nachzuhängen, ewig im Zwiespalt, am Hadern und Wiederholen in zerstörerischen dysfunktionellen Beziehungsmustern (z. Bsp. in bisher scheiternden Partnerschaften), tendenziell immer wieder in der Opferposition.

 

Viel mehr ist hier ein Abschied vonnöten, ein echtes sich Lösen aus alten, untauglichen Defiziten, Vorstellungen, Erwartungen und Verbiegungen etc. Das ist schmerzlich und macht Angst und wurde just darum vermieden. Stattdessen kam es bisher zu Partnerschaften, die scheiterten durch die unbewusste Wiederholung der alten Tragik. Das so klar zu sehen und zu erkennen, sich schliesslich in dieser Tiefe selber zu verstehen und doch ganz anzunehmen kann ermöglichen, jetzt neu diese Muster aktiv zu ändern. Das sind grosse Aufgaben und heilsame Schritte. Dazu braucht es verlässliche innere Begleitung und inneren Halt, die durch Kontakt zum Nicht-Menschen-Gemachten, zur gesunden Natur gefestigt und unterstützt werden können – und nicht durch Mitleid – .

 

Und das liess auch uns nicht unberührt und wir freuen uns auf eine weitere Begegnung mit Monika RELLER und ihrem praktischen Arbeitsfundus am 23. Februar im atelierPsy&Psy in Trübbach.

 

ZUM dritten

Zum dritten Mal in Folge stürmte es draussen, herbstlich liess der Rheintaler Föhn die Umgebung leuchten, aus der insgesamt an die 40 Teilnehmer_Innen von Chur bis aus St.Gallen angereist waren. Das gab einen Stau beim Empfang, sodass der Start mit einem ,akademischen Viertel' begann.


Durch die Einleitung wurde klar, dass die Summe der Einzelgewichte der Teilnehmenden das Gesamtgewicht der Veranstaltung ausmacht, messbar in Kilogramm und verfolgbar von Anlass zu Anlass: neues Höchstgewicht (2.872,5kg)!


Und dann kam Heiner LACHENMEIER immer mehr in Fahrt und erörterte Beispiel um Beispiel der real fassbaren Metaphern für von AD(H)S Betroffene aus seinem mitgebrachten Koffer. Auf die vielen Fragen vom Moderator (SP) und aus dem Publikum antwortete er mit möglichst differenzierten Unterscheidungen für Diagnostik und Therapie. Sowohl in der Pause als auch anschliessend im salonPsy&Psy war der Referent stets von einer Gruppe Interessierter umringt, die noch mehr ansehen und wissen wollten.


Zuletzt sorgte frische Pizza für einen mundenden Ausklang, es herrschte gute Stimmung bei Ausstellern und Teilnehmenden und wurde mit Freude aufgenommen, dass auch Heiner LACHENMEIER im nächsten Jahr wieder kommen würde.


Wie ist´s Ihnen ergangen? Teilen Sie uns Ihre Eindrücke und Fragen mit oder, was Ihnen beim atelierPsy&Psy sonst noch wesentlich scheint.


 

ZUM VIERTEN

 

Erstmals ohne Sturm vor der Tür' fand ein dennoch intensives aPP statt. Zum Start Erläuterungen zu Psychosen & Schizophrenie (Fortsetzung im 2015) gefolgt von

einem eindrücklichen audiovisuellen ,Fall'-Beispiel einer Live-Monitoring Supervision (LMS) im ambulanten Setting (Pat. mit vorbehandelter Angststörung).

 

Und dazu bestand an diesem Abend die Möglichkeit, selber in der Kleingruppe therapeutische Interview-Interventionen auszuprobieren.

 

Dazwischen kam es zur feierlichen Enthüllung des neuen Button-Logos vom atelierPsy&Psy (aPP) durch den 100.sten Teilnehmer!   

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